Hinweise zur Senkung der Umsatzsteuer


Mit dem zweiten Gesetz zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise (Zweites Corona-Steuerhilfegesetz), sind die im Corona-Konjunkturpaket enthaltenen steuerlichen Maßnahmen umgesetzt worden, heirzu gehört auch die temporäre Absenkung der Umsatzsteuersätze auf 16 % bzw. 5 % vom 01. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020.

Die Stadtwerke werden die Senkung der Umsatzsteuer bei der Verbrauchsabrechung des Jahres 2020 an ihre Kunden weitergeben und hierbei die Vorgaben des Bundesfinazministeriums (BMF) berücksichtigen. In dem das Gesetz begleitende BMF-Schreiben vom 30. Juni 2020 sind für verschiedene Bereiche -unter anderem auch für die Gas- und Wasserversorgung- Verfahren beschrieben, die nachfolgend aufgeführt sind und die die Stadtwerke entsprechend der Erläuterungen anwenden werden.

  1.  Randziffer 35 des BMF-Schreibens:
    Die Lieferungen bzw. sonstigen Leistungen von […] Gas, Wasser, […] durch Versorgungsunternehmen an Kunden werden nach Ablesezeiträumen […] abgerechnet. Sofern die Ablesezeiträume zu einem Zeitpunkt nach dem 30. Juni 2020 und vor dem 1. Januar 2021 enden, sind grundsätzlich die Lieferungen des gesamten Ablesezeitraums den ab 1. Juli 2020 geltenden Umsatzsteuersätzen von 16 Prozent bzw. 5 Prozent zu unterwerfen.

    Erläuterung: Die Stadtwerke führen eine so genannte Stichtagsabrechung durch, bei der der Jahresverbrauch zum Jahresende abgelesen und zum 31.12. abgerechnet wird. Nach der vorgenannten Regelung werden die Stadtwerke dabei den gesamten Jahresverbrauch mit den reduzierten Steuersätzen abrechnen, auch wenn der Beginn des Ablesezeitraums vor dem 01. Juli 2020 liegt. Gleiches gilt für alle Ablesezeiträume, die zwischen dem 01. Juli und dem 31. Dezember 2020 enden. Eine Zwischenablesung zum 30.06.2020 und die Meldung des Zählerstandes ist daher nicht nötig.

  2. Randziffer 37 des BMF-Schreibens:
    […] Zur Vermeidung von Übergangsschwierigkeiten wird es nicht beanstandet, wenn Rechnungen über Abschlagszahlungen, die nach dem 30. Juni 2020 und vor dem 1. Januar 2021 fällig werden, nicht berichtigt werden, sofern dementsprechend Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent bzw. 7 Prozent abgeführt und erst in der Endabrechnung nach den vorstehenden Grundsätzen zutreffend abgerechnet wird.

    Erläuterung: Eine Anpassung der vereinbarten Abschläge ist nicht nötig. die Korrektur der Umsatzsteuer erfolgt im Zuge der Jahresverbrauchsabrechnung, so dass auch für die Abschläge rückwirkend die geringeren Umsatzsteuersätze berücksichtigt werden. Bei dieser Korrektur mit unverändertem Brutto-Abschlag steigt sozusagen rückwirkend der Netto-Anteil der geleisteten Abschläge, der mit den Netto-Kosten des Jahresverbrauchs verrechnet wird. Dies reduziert eine eventuelle Restzahlung bzw. erhöht das Guthaben bei einer eventuellen Überzahlung. Die Korrektur geschieht automatisch bei der Abrechnung des Jahresverbrauchs, Sie müssen sich um nichts kümmern.

Sofern Sie weitere Rückfragen zur Berücksichtigung Senkung der Steuersätze haben, können Sie sich telefonisch oder per E-Mail an unser Kundenbüro wenden.